Spleißen der Glasfaser

Beim Spleißen werden die Enden von zwei Glasfasern mit Hilfe eines Lichtbogens verbunden. Dabei müssen die Faserenden von ihrem Coating befreit und mit Hilfe eines Cleavers möglichst sorgfältig gebrochen werden.

Nach dem Einlegen der Fasern in das Gerät, werden die Kerne justiert und mit Hilfe eines Lichtbogens punktgenau verbunden (siehe Abbildung darunter). Im Anschluss daran wird die sehr empfindliche Verbindungsstelle mit Hilfe eines Spleißschutzes versiegelt.

 

Durch die breiten Kanäle in denen die Faser verlegt ist, gibt es eine Toleranz von einigen Millimetern bei der Konfektionierung der Fasern. Dadurch werden die Schritte, die zur Vorbereitung der Faser durchgeführt werden müssen, erleichtert:

  • Entfernen des Coatíngs der Faser
  • Reinigung der Faserenden mit Hilfe von Isopropanol
  • Brechen der Faser mit Hilfe eines Cleavers

Die Faser zwischen den einzelnen Bauteilen ist mehrfach auf der Modulplastik aufgewickelt. Dadurch wird zwar das Verlegen der Faser etwas schwieriger, allerdings kann man bei einem fehlerhaften Spleißvorgang die Faser abschneiden und erneut bearbeiten ohne das Bauteil austauschen zu müssen.

Die Dämpfungsverluste, die beim Spleißen des Prototypen aufgetreten sind, sind in Tabelle darunter aufgelistet. Eine besondere Herausforderung stellt das Verbinden von Erbium-dotierter Faser mit normaler Singlernode-Faser dar, da hier die Modendurchmesser der Faser unterschiedlich groß sind.

Die relativ hohen Dämpfungsverluste am WDM-Koppler sind ebenfalls auf unterschiedlich Kerndurchmesser zurückzuführen.

 

Spleißstelle Programm Dämpfungsverlust
Laser – WDM-Koppler Auto 0,89 dB
WDM-Koppler Er-Faser SMED 0,17 dB
WDM-Koppler – Isolator Auto 0,78 dB
Isolator – PLC-Splitter Auto 0,02 dB