Blade Condition Monitoring

Beim Betrieb einer Windturbine ist die permanente Überwachung der Rotorblätter (engl.: „Blade Condition Monitoring“) zwingend notwendig um einen reibungsfreien Betrieb zu gewährleisten.

Ziel einer Rotorblattüberwachung ist Produktionsfehler rechtzeitig zu entdecken, Instandhaltungsmaßnahmen einzuleiten und/oder Strukturversagen frühzeitig abzusehen.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen manueller und automatisierter Überwachung:

  • Bei der manuellen Überwachung inspiziert geschultes Personal die Rotorblätter von innen bzw. von außen.
  • Bei einer automatisierten Überwachung wird hingegen mittels verschiedener Messverfahren ein Rückschluss auf den Zustand der Rotorblätter gezogen.

Die verwendete Messtechnik kann entweder direkt im Rotorblatt oder in der Gondel installiert sein:

  • Die größte Herausforderung bei Messlösungen in der Gondel ist es, aus den vielen (Fehl-)Informationen die richtigen Messsignale herauszufiltern. Eine gängige Methode ist es z.B. den Getriebestrang zu überwachen. Auffälligkeiten im Getriebestrang können ihren Ursprung in defekten Rotorblättern (Unwucht, auffälliges Schwingungsverhalten, etc.) oder aber im Getriebe selbst haben. Diese Unterscheidung stellt eine enorme Herausforderung an die verwendeten Filteralgorithmen dar.
  • Wird hingegen die Messtechnik direkt im Rotorblatt verbaut sind die gemessenen Signale entsprechen „rein“, d.h. es werden kaum andere Effekte gemessen. Die Herausforderung hierbei besteht jedoch darin, Messlösungen zu entwickeln die den Anforderungen der Hersteller hinsichtlich Blitzschutz, Zuverlässigkeit und Lebensdauer entspricht.

fos4X verfolgt hierbei den letzteren Ansatz mittels faseroptischer Dehnungs- und Vibrationsmessung im Rotorblatt.