Retrofit Installation eines Eiserkennungs- und Monitoringsystems

Retrofit Installation eines Eiserkennungs- und Monitoringsystems

Retrofit Installation eines Eiserkennungs- und Monitoringsystems

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Das erste fos4X Eiserkennungssystem Rotor Ice Control System wurde 2014 installiert – seitdem hat sich viel verändert. Damals dauerte die Installation im Retrofit mehr als zwei Tage. Heute gehört das Produkt zu unseren Standard-Lösungen. 100fach dreht es sich mit in den Windenergieanlagen unserer Kunden und sorgt für höhere Energieerträge, geringere operative Kosten und sicheres Stoppen und Wiederanfahren bei Vereisung. Die Installation des Systems dauert heute nur noch einen Arbeitstag.

Auf eine Europallette passt die Hardware für vier Systeme. Dass mehrere solcher Paletten innerhalb einer Woche unser Lager in München verlassen, ist keine Seltenheit. Deswegen haben wir bei fos4X inzwischen mehrere Servicepartner qualifiziert, die die Installation unserer Systeme für und mit uns durchführen. Trotzdem und auch gerade deshalb sind wir weiterhin im Feld unterwegs – um unsere Partner bestmöglich zu schulen und den Installations- und Inbetriebnahmeprozess immer weiter zu professionalisieren.

Mehr zu Nutzen, Funktion und Installation von Eiserkennungssystemen finden Sie hier

Wie kommt fos4X Rotor Ice Control von unserem Lager auf die Anlage?

Meist holt unser Installationsteam die Hardware am zuständigen Servicestützpunkt des Windparks ab. Im Park angekommen, werden mithilfe des Außen-Krans Pakete und Werkzeug nach oben befördert. Nur einen Arbeitstag dauert die Installation der Sensoren und Messgeräte in luftiger Höhe.

Transport und Sicherheit

Unser Installationsteam befördert der Lift im Innern des Turms nach oben. Zum Glück kann man sich meist darauf verlassen, dass dieser auch funktionsfähig ist. 100 – 140 Meter auf der Leiter sind nämlich für die meisten nicht der bevorzugte Start in einen Arbeitstag. Oben angekommen, wird erstmal das Material sortiert und währenddessen routiniert das erste Rotorblatt horizontal gelockt – eine wichtige Voraussetzung für sicheres Arbeiten im Rotorblatt. Bei der Sensorinstallation im Rotorblatt arbeiten wir stets im Dreierteam, denn nur so können die entsprechenden Sicherheits- und Rettungskonzepte funktionieren. Vor dem Einstieg ins Rotorblatt wird die Zusammensetzung der Umgebungsluft gemessen und dokumentiert. Damit können wir sicherstellen, dass die Atmosphäre im beengten Raum genügend Sauerstoff enthält und frei von schädlichen Gasen ist.

Besonderer Arbeitsplatz – Installation in 100 Meter Höhe

In der Nabe der Windenergieanlage wird der fos4X Schaltschrank installiert und an Spannungsversorgung und Datenverbindung angeschlossen. Parallel installieren wir auf ca. einem Drittel der Blattlänge den ersten Vibrationssensor. Das kann je nach Anlagentyp ganz schön eng werden – Platzangst ist hier nicht gefragt. Der Installateur im Blatt ist in stetigem Kontakt mit den Kollegen in der Nabe oder der Gondel. Von der Installationsposition im Rotorblatt wird das faseroptische Kabel bis zu unserem Schaltschrank in der Nabe verlegt und am Messgerät angeschlossen. Eine entsprechende Blatt-Nabe-Verbindung stellt sicher, dass das Kabel bei sämtlichen Pitchvorgängen unbeschädigt bleibt. Kabellängen, Schaltschrank-Montage, Installationspositionen: alles ist bestmöglich auf den jeweiligen Anlagentyp abgestimmt. Dann heißt es umräumen, das nächste Blatt ist dran. Während der Rotor umgelockt wird, ist Zeit für eine kurze Pause. Der Ausblick vom Gondeldach über den Park ist auch nach über 300 fos4X Installationen noch ein beliebtes Fotomotiv – so einen Arbeitsplatz hat schließlich nicht jeder zu bieten! Dann aber ist die Installation des Vibrationssensors in Blatt zwei und drei an der Reihe.

Remote-Zugriff und Kalibrierung

Zurück in der Gondel erfolgen letzte Einstellungen. Mit einem Mausklick ist das System gefunden und kann konfiguriert werden. Unsere Installateure kontrollieren die Sensorwerte und weitere Einstellungen. Spätestens ab jetzt haben auch die Kollegen im Büro in München Zugriff. Mit dem Herstellen der Verbindung zwischen unserem System und der Anlagensteuerung startet auch automatisch die Kalibrierphase. Zwei bis drei Wochen sammelt das System Betriebsdaten im eisfreien Zustand. Somit steht unseren Kunden baldmöglichst nach der Installation eine voll funktionsfähige Eiserkennung zur Verfügung.

Aber auch nach der Installation wird das System weiter von fos4X betreut. Gemeinsam mit unseren Servicepartnern haben wir Performance und Verfügbarkeit im Blick. Dazu mehr im nächsten Artikel.